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Discovery
1760316571
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-137930
DOI
ISBN
ISSN
Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, April 2020
Umfang
1 Online-Ressource (27 Seiten, 1,09 MB) : Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Abschlussdatum: Februar 2020
Strommix 2019
Inhaltliche Zusammenfassung
Das Umweltbundesamt veröffentlicht jährlich seine Berechnungsergebnisse zur Entwicklung des Kohlendioxid-Emissionsfaktors des deutschen Strommix in der Zeitreihe ab 1990, der als Indikator für die Klimaverträglichkeit der Stromerzeugung angesehen werden kann. Er darf jedoch nicht losgelöst von der Entwicklung des Stromverbrauchs insgesamt und den gesamten aus der Stromerzeugung entstehenden Kohlendioxidemissionen betrachtet werden. Dargestellt werden daher die Kohlendioxidemissionen der Stromerzeugung, der jeweilige Stromverbrauch mit und ohne Berücksichtigung des Stromhandelssaldos und der CO2-Emissionsfaktor für den deutschen Strommix, der CO2-Emissionsfaktor für den Strominlandsverbrauch für den deutschen Strommix und der CO2-Emissionsfaktor unter Berücksichtigung des Stromhandelssaldos. Die Kohlendioxidemissionen der Stromerzeugung unter Berücksichtigung des Stromhandelssaldos werden zusätzlich ausgewiesen. Die jährliche Fortschreibung und Aktualisierung der spezifischen CO2-Emissionen des deutschen Strommixes erfolgt auf Basis der Emissionen entsprechend dem Berichtsstand der Treibhausgasberichterstattung an das Klimasekretariat sowie der Stromerzeugung entsprechend der Daten der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, des statistischen Bundesamtes für die Zeitreihe 1990 –2018 und der Arbeitsgruppe Erneuerbarer Energien-Statistik (AGEE - Stat). Dabei werden im Veröffentlichungsjahr x für das Jahr „x-1“ hochgerechnete Datensätze und für das Jahr „x-2“ vorläufige Basisdatensätze zur Berechnung herangezogen. Änderungen durch Neuberechnungen der Quellen (Energiebilanzen, Bruttostromerzeugung, Emissionsfaktoren) werden – soweit sie zum Zeitpunkt der Aktualisierung veröffentlicht waren – berücksichtigt. Eine Aktualisierung von Emissionsfaktoren in den Treibhausgasinventaren bedingt Veränderungen im Bereich der Emissionen aus der Stromerzeugung und eine Aktualisierung im Bereich der erneuerbaren Energien in der Bruttostromerzeugung und eine Neubewertung des Stromhandelssaldos hat Veränderungen im Stromverbrauch für den deutschen Strommix zur Folge. Deutschland weist seit dem Jahr 2003 beim Stromexport einen Überschuss auf, der über die letzten Jahre erheblich an Bedeutung gewonnen und im Jahr 2017 mit 52 TWh einen neuen Höchststand erreicht hat. Daher wird der Einfluss des Stromhandelssaldos auf den Strommix seit 2013 um eine zusätzliche Ausweisung des Emissionsfaktors für den Strominlandsverbrauch ergänzt. Gleichzeitig wird deutlich, dass ein steigender Anteil der CO2-Emissionen der Nettoausfuhr von Strom zuzurechnen ist. Die Zunahme des Außenhandelsüberschusses des Stromes zwischen 2012 und 2018 um ca.28 Mrd. kWh ist wesentlich stärker als die Steigerung der Bruttostromerzeugung im gleichen Zeitraum um ca. 14 Mrd. kWh. Ab 2018 ist ein Rückgang des Stromhandelsexportüberschusses zu verzeichnen, welcher sich mit vorläufigen Daten auf ca. 35 TWh in 2019 auf dem niedrigen Niveau der letzten 5 Jahre befindet. Insgesamt werden 2018 rund 8 % der deutschen Bruttostromerzeugung netto exportiert. Die CO2-Emissionen aus dem deutschen Stromsektor würden um 23 Mio. t CO2 geringer ausfallen, wenn der Stromhandelssaldo im Jahresmittel ausgeglichen wäre. Durch den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Strommix ist dieser Überschuss am Stromexport gesunkenen, so dass sich für 2019 rund 15 Mio.t CO2-Emissionen den Stromexport zuzurechnen sind.
Schriftenreihe
Entwicklung der spezifischen Kohlendioxid-Emissionen des deutschen Strommix in den Jahren ... ; 1990/2019 ppn:1760306770
Climate change ; 2020, 13 ppn:525877959
Climate change ; 2020, 13 ppn:525877959