Wirtschaftskriminalität : Banken und andere Finanzdienstleister / von Prof. Dr. jur. Kai Bussmann und Steffen Salvenmoser ; unter Mitarbeit von Kriminologin M. A. Meike Hecker und Dipl.-Psych. Anja Niemeczek (Economy & Crime Research Center, Halle (Saale)) ; herausgegegeben von der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Discovery

1751136582

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-134106

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ISBN

ISSN

Erschienen

Frankfurt am Main : PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ; Halle-Wittenberg : Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, November 2012

Umfang

1 Online-Ressource (26 Seiten, 0,93 MB) : Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Diese Sonderauswertung informiert Sie über die Sicherheitslage in deutschen Banken und anderen Finanzdienstleistern. Die Inhalte dieser Publikation sind zur Information unserer Mandanten bestimmt. Sie entsprechen dem Kenntnisstand der Autoren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Für die Lösung einschlägigerProbleme greifen Sie bitte auf die in der Publikation angegebenen Quellen zurück oder wenden sich an die genannten Ansprechpartner. Meinungsbeiträge geben die Auffassung der einzelnen Autoren wieder.

Inhaltliche Zusammenfassung

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass rund drei Viertel der Finanzunternehmen Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden sind und mehrheitlich die Delikte Betrug und Unterschlagung zu verzeichnen hatten. Falschbilanzierung und Geldwäsche sind im Vergleich zum Jahr 2007 ebenfalls stark angestiegen und liegen weit über den Werten anderer Wirtschaftszweige. Die Bereiche Zahlungsverkehr und Kredit scheinen von dolosen Handlungen besonders stark betroffen zu sein. Während sich die Einzelschäden im Bereich Zahlungsverkehr mehrheitlich auf bis zu 50.000 Euro belaufen, beträgt die durchschnittliche Schadensumme aller Delikte 5,53 Millionen Euro je Unternehmen – vergleichsweise geringe Summen, wenn man die Gesamtverluste der Branche betrachtet. Hinzu kommen Folgekosten, die durch die Bearbeitung der Schadensfälle entstehen. Der Zeitaufwand, um Aufklärung, Aufarbeitung und Rechtsstreitigkeiten zu managen, wird als enorm beschrieben. Die Befragten gaben des Weiteren an, dass insbesondere das Versagen manueller Kontrollen (z.B. Mehraugenprinzip) dolose Handlungen begünstige oder gar erst möglich mache. Darüber hinaus wurde häufig das Versagen externer und interner Kontrollinstanzen sowie eine mangelnde Funktionstrennung angeführt. Gefragt nach den Entdeckungswegen wurden überwiegend interne oder externe Hinweisgeber genannt. Eine strukturierte Aufdeckung durch die interne Revision, das Risikomanagement, den Bereich Bekämpfung sonstiger strafbarer Handlungen, Betrugsbekämpfung oder sonstige systematische Kontrollen wurde weitaus weniger häufig genannt.

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