Darf ein profitabler Weltkonzern wie Siemens Ost-Standorte schließen? : eine wirtschaftsethische Reflexion / Ingo Pies
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Darf ein profitabler Weltkonzern wie Siemens Ost-Standorte schließen?
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1014560349
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-85933
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Publication history
Halle : Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2018
Content
1 Online-Ressource (III, 18 Seiten, 0,38 MB)
Edition
Language
ger
Comment
Zusammenfassungen in deutscher und englischer Sprache
Abstract
Diese wirtschaftsethische Reflexion geht angesichts einer sehr lautschrillen öffentlichen Debatte der Frage nach, ob ein profitabler Weltkonzern wie Siemens Betriebsstandorte in strukturschwachen Regionen Ostdeutschlands schließen darf. Dem die Öffentlichkeit dominierenden Wahrnehmungsmuster widersprechend werden zwei Thesen vertreten: (1) Es handelt sich nicht primär um einen Konflikt Arbeit versus Kapital, sondern um einen Konflikt Arbeit versus Arbeit. Durch ihre gewinnorientierte Handhabung dieses Konflikts fördern Unternehmen das Gemeinwohl. (2) Betriebsschließungen sind für strukturschwache Regionen als Unglück zu werten, nicht aber als Unrecht.
Faced with a shrill and agitated public debate, this ethical contemplation investigates whether a profitable global company like Siemens is morally justified in closing production sites in a structurally weak area in East Germany. Contrary to the pattern of perception that dominates public discussion, two propositions are developed: (1) Primarily, we are dealing not with a conflict along the line labor versus capital, but labor versus labor. In dealing with this conflict along the lines of profit orientation, companies serve the common good. (2) If structurally weak areas experience factory closures, this has to be regarded as a misfortune, but not as an injustice.
Series
Diskussionspapier ; 2018, Nr. 01 ppn:571346170