Aufarbeitung des Anschlags in Halle (Saale) vom 9. Oktober 2019 / von Shania Timpe ; Institut für Politikwissenschaft, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Dozent: Dr. Michael Kolkmann

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1801044147

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-880183

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Erschienen

[Magdeburg] : [Landeszentrale für Politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt], Februar 2022

Umfang

1 Online-Ressource (22 Seiten, 0,72 MB)

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Literaturverzeichnis: Seite 19-22
Diese Arbeit wurde im Rahmen des Formats CampusPublik der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt auf der Website www.lpb.sachsen-anhalt.de im Februar 2022 veröffentlicht.

Inhaltliche Zusammenfassung

Am 9. Oktober 2019 ermordete ein rechtsextremer Attentäter in Halle (Saale) zwei Menschen. Der Anschlag bildet einen tiefen Einschnitt in unser gesellschaftliches Zusammenleben und bedarf deswegen und vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und der sich daraus ergebenden Verantwortung besonderer Aufarbeitung. Die Pflicht zur Aufarbeitung dafür liegt vor allem bei der Politik, da sie das geschichtspolitische Monopol innehält. Die politische Aufarbeitung wird jedoch von einer zivilgesellschaftlichen ergänzt, die durch den Wunsch der Zivilgesellschaft, selbst aktiv zu werden, motiviert ist. Die Aufarbeitung der Politik und der Zivilgesellschaft findet auf fünf Ebenen statt: Während sich die juristische Aufarbeitung vor allem mit dem Prozess gegen den Halle Attentäter auseinandersetzt, beschäftigt sich die entschädigende Aufarbeitung mit der Betreuung der Betroffenen des Anschlags. Die ideologische Aufarbeitung versucht das Gedankengut des Attentäters zu erschließen. Die Gestaltung des Erinnerns an den Anschlag beschreibt die Ebene der gedenkenden Aufarbeitung. Zuletzt versucht die Ebene der verhindernden Aufarbeitung die Fragestellung nach der Vermeidbarkeit des Anschlags zu beantworten. Politik und Zivilgesellschaft können auf diesen Ebenen durch ihre jeweiligen Voraussetzungen unterschiedlich wirken und bewältigen die Aufarbeitung so auf ihre eigene Art und Weise. Dabei ist es vor allem die Zivilgesellschaft, die die politische Aufarbeitung kritisiert und versucht Lücken, zu schließen und für die Betroffenen einzustehen.

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