Manager müssen nicht moralisch erzogen, sondern zur Ordnungsverantwortung befähigt werden / Ingo Pies und Thomas Lange

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Discovery

1937122689

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1165073

DOI

ISBN

9783966702713

ISSN

Beiträger

Erschienen

Halle : Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2025

Umfang

1 Online-Ressource (III, 7 Seiten, 0,41 MB)

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

This article interprets Kant from an ordonomic perspective: How does Kant think, and why does he think the way he does? - Kant seeks to ground human dignity. To this end, he conceives the idea of thinking the supreme principle of morality as an end that is at the same time a duty. He thus identifies a specific form that enables every person to apply the categorical imperative as a moral criterion. Kant ties the universality of this form to the universality of human dignity. His rigorism-his strategy of purification-thus concerns thinking, not acting. He welcomed actions done from duty, even when they were accom- panied by personal interests, by "pleasure and love." For contemporary theory-building, two aspects are of particular interest: (a) Kant recognized the importance of institutional incentives for moral progress; (b) Kant's theoretical architecture employs purposiveness as a regulative idea and aims to produce theory for practice-by formulating ideas that anticipate and prepare their own realization.
Dieser Aufsatz interpretiert Kant aus ordonomischer Sicht: Wie denkt Kant, und warum denkt er so, wie er denkt? - Kant will die Menschenwürde begründen. In dieser Absicht entwickelt er die Idee, den höchsten Grundsatz der Moral als Zweck zu denken, der zugleich Pflicht ist. So identifiziert er eine spezifische Form, mit der jeder Mensch den kategorischen Imperativ als moralisches Prüfkriterium anwenden kann. An die Allgemeinheit dieser Form knüpft Kant die Allgemeinheit der Menschenwürde. Kants Rigorismus, seine Purifizierungsstrategie, bezieht sich deshalb allein aufs Denken, nicht aufs Handeln. Er begrüßte es, wenn ein Handeln aus Pflicht von eigenen Interessen, von "Lust und Liebe" begleitet wird. Für eine zeitgenössische Theoriebildung sind vor allem zwei Aspekte von besonderem Interesse: (a) Kant wusste um die Bedeutung institutioneller Anreize für moralischen Fortschritt; (b) Kants Theoriearchitektur verwendet Zweckmäßigkeit als regulative Idee und zielt darauf ab, Theorie für die Praxis zu betreiben, indem sie Ideen denkt, die ihrer eigenen Verwirklichung vor- und zuarbeiten.

Schriftenreihe

Diskussionspapier des Lehrstuhls für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ; 2025, Nr. 11 ppn:571346170

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