Woran messen wir Treibhausgasreduktionen von Energiepfaden? : Analysen zu Treibhausgas-Referenzsystemen bei einer voranschreitenden Transformation des Energiesystems am Beispiel der Biomasse : Kurzbericht / von Dr. Klaus Hennenberg, Prof. Dr. Dierk Bauknecht (Öko-Institut, Darmstadt) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet V 1.3 Erneuerbare Energien - Jan Seven, Katja Hofmeier

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Woran messen wir Treibhausgasreduktionen von Energiepfaden?

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1971948209

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urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1191742

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Erschienen

Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2025

Umfang

1 Online-Ressource (29 Seiten, 2,88 MB) : Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Literaturverzeichnis: Seite 24-25
Abschlussdatum: August 2025
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

Vergleichende Treibhausgasbilanzen (THG-Bilanzen) ermöglichen eine informierte Entscheidung, welche Energieträger in Zukunft bevorzugt eingesetzt werden sollten, um zur Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2045 beizutragen. Vergleichende THG-Bilanzen werden z. B. in der Erneuerbaren Energien-Richtlinie der EU eingesetzt, um festzustellen, wie stark Bioenergieträger die THG-Emissionen gegenüber fossilen Energieträgern mindern. Die fossilen Energieträger stellen das sogenannte Referenzsystem für diesen Vergleich dar. Mit zunehmender Verbreitung erneuerbarer Energien erscheint diese Wahl des Referenzsystems aber als weniger angemessen. Dieser Kurzbericht untersucht daher am Beispiel von Bioenergiepfaden, wie Referenzsysteme gewählt werden sollten, um der dynamischen Transformation des Energiesystems gerecht zu werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die THG-Emissionen im Gesamtsystem durch die fortschreitende Dekarbonisierung abnehmen. Für die Bewertung einzelner Bioenergiepfade spielt die Wahl des Referenzsystems eine bedeutende Rolle. „Strom aus Holzpellets“ emittiert z.B. 100 g CO2-Äq./kWh (Mittelwert über die Laufzeit von 2025-2040). Gegenüber der fossilen Referenz werden 85 % an THG eingespart. Die Emissionen sind aber 5-mal so hoch wie für das Referenzsystem „Strom aus neuen Photovoltaik- und Windenergieanlagen“. Es wird vorgeschlagen, für eine Bewertung absolute THG-Grenzwerte auf Grundlage unterschiedlicher Referenzsysteme - wie die fossile Referenz, Energiemix während der Anlagenlaufzeit und Erneuerbare mit niedrigen THG-Emissionen - zusammen zu nutzen, oder das für eine Fragestellung jeweils passende Referenzsystem auszuwählen. Abschließend formulierte Forschungsfragen sollen eine Diskussion zur Erarbeitung eines konzeptionellen Ansatzes zur Herleitung von Referenzsystemen, zur nötigen Datenverfügbarkeit sowie zur politischen Umsetzung anstoßen.
Comparative greenhouse gas balances (GHG balances) enable an informed decision on which energy sources should be preferred in the future in order to contribute to greenhouse gas neutrality by 2045. Comparative GHG balances are used, for example, in the EU Renewable Energy Directive to determine the extent to which bioenergy sources reduce GHG emissions compared to fossil fuels. Fossil energy sources represent the so-called reference system for this comparison. However, with the increasing spread of renewable energies, this choice of reference system appears less appropriate. This short study therefore uses the example of bioenergy pathways to examine how reference systems should be selected to take account of the dynamic transformation of the energy system. The results show that GHG emissions in the overall system are decreasing as decarbonization progresses. The choice of reference system plays an important role in the assessment of individual bioenergy pathways. “Electricity from wood pellets”, for example, emits 100 g CO2 eq./kWh (average value over the period 2025-2040). Compared to the fossil reference, 85 % of GHG are mitigated. However, the emissions are 5 times higher than for the reference system “electricity from new PV and wind power plants”. It is proposed to use several reference systems – such as the fossil reference, energy mix during the plant lifetime as well as renewables with low GHG emissions – together for an assessment of absolute GHG limit values, or to select the reference system that is suitable for a specific issue. Finally, research questions are formulated to initiate a discussion on the development of a conceptual approach for the derivation of reference systems, the necessary data availability and political implementation.

Schriftenreihe

Climate change. Umweltbundesamt ; 2025, 63 ppn:525877959
KLIFOPLAN des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz

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