Klimaschutzpotenziale der Abfallwirtschaft : Darstellung der Potenziale zur Verringerung der Treibhausgasemission aus dem Abfallsektor in den OECD Staaten und ausgewählten Schwellenländern : Nutzung der Erkenntnisse im Abfalltechniktransfer / von Regine Vogt, Cassandra Derreza-Greeven, Jürgen Giegrich (IFEU Heidelberg, Heidelberg), Günter Dehoust, Alexandra Möck (Öko-Institut e.V. Berlin, Berlin), Cornelia Merz (Öko-Institut e.V. Darmstadt, Darmstadt) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung ; Redaktion: Fachgebiet III 2.4 Abfalltechnik, Abfalltechniktransfer Anja Schwetje, Marlene Sieck
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Discovery
1903192366
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-1097136
DOI
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ISSN
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, Juni 2015
Umfang
1 Online-Ressource (236 Seiten, 6,52 MB) : Illustrationen, Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Abschlussdatum: Februar 2015
Quellenverzeichnis: Seite 208-216
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Inhaltliche Zusammenfassung
Ziel der Studie ist die Darstellung der Klimaschutzpotenziale der Abfallwirtschaft in den OECD-Staaten sowie in Indien und Ägypten. Es werden drei detaillierte Treibhausgasbilanzen für die USA, Indien, Ägypten sowie eine Bilanzierung für die OECD-Staaten nach der Methode der "Ökobilanz der Abfallwirtschaft" in Anlehnung an ISO 14040/14044 vorgenommen. Dem jeweils ermittelten Status-Quo werden je zwei Zukunftsszenarien für 2030 gegenübergestellt. In Workshops mit Ökobilanz-Experten und lokalen Akteuren sind das methodische Vorgehen sowie Rahmendaten und Annahmen intensiv diskutiert worden. Es konnte ein Ansatz zur Treibhausgas (THG)-Bilanzierung entwickelt werden, der einheitliche Emissionsfaktoren zur Anrechnung von vermiedenen Emissionen durch stoffliche Verwertung verwendet. Im Nettoergebnis der Bilanzen für die OECD-Länder, die USA, Indien und Ägypten zeigt der Status-Quo, dass die mit der Deponierung verbundenen Methanemissionen Hauptverursacher der THG-Belastungen sind. Nur OECD-Länder, die (organische) Abfälle nicht oder kaum deponieren, erreichen eine Entlastung im Nettoergebnis (z.B. Japan). Die Entlastung fällt umso deutlicher aus je höher die Recyclingrate und je effizienter die energetische Verwertung ist. Die Ergebnisse der Studie wurden im Mai 2014 auf der Umweltmesse IFAT in München vorgestellt. Die wichtigste Schlussfolgerung ist, dass ein signifikantes Potenzial zur THG-Minderung in der Abfallwirtschaft besteht. Es bedarf jedoch weitergehender Anreize, um Schwellenländer, aber auch einige OECD- bzw. EU-Länder, beim Aufbau einer integrierten Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Auf EU-Ebene sind die Vorgaben zur Reduzierung der Ablagerung biologisch abbaubarer Abfälle und zum Ausbau des Recyclings wichtige, richtungsweisende Schritte. Für Entwicklungs- und Schwellenländer ist die Integration des informellen Sektors in künftigen Konzepten zu beachten.
This study presents the greenhouse gas (GHG) mitigation potential of municipal solid waste (MSW) management in OECD countries as well as India and Egypt. Three detailed GHG-balances for the USA, India, Egypt and one balance for the OECD-countries are elaborated applying the life cycle assessment (LCA) method according to ISO 14040/14044 for waste management. For each balance the respective status-quo is determined and compared with two scenarios regarding 2030. The methodology as well as the underlying data and assumptions were profoundly discussed at workshops with LCA experts and local stakeholders. A GHG calculation approach could be developed, which uses harmonized emission factors to credit avoided emissions from material recycling. With regard to the status quo, the net results for the OECD-countries, the USA, India and Egypt show that methane emissions from landfilling are the main contributor to the GHG burdens. Only OECD-countries with few or no landfill of (organic) waste achieve a net credit (e.g. Japan). These credits are the more obvious the higher recycling rates are and the more efficient energy recovery is. The findings of this study were presented in May 2014 at the environmental fair IFAT in Munich. The study’s most important conclusion is that the potential for GHG mitigation in waste management is significant. However, further incentives are necessary to support developing countries as well as some OECD- and/or EU-countries to develop an integrated waste management system. With regard to the EU, targets to promote diversion of biodegradable waste from landfill and for further development of recycling are important steps in the right direction. For emerging and developing countries the integration of the informal sector in future MSW concepts should be taken into account.
Schriftenreihe
Texte ; 2015, 46 ppn:505871920