Welchen Beitrag können die Wirtschaftswissenschaften zum Erhalt der Biodiversität leisten? / Bernd Klauer. Sektion Ökonomie, Soziologie und Recht

cbs.date.changed2022-03-28
cbs.date.creation2015-01-22
cbs.picatypeOa
cbs.publication.displayformLeipzig / Halle : UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH, 2001
dc.contributor.authorKlauer, Bernd
dc.date.accessioned2025-05-29T03:38:25Z
dc.date.issued2001
dc.description.abstractIn der politischen Diskussion werden für den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Regel ökonomische Argumente vorgebracht: Biodiversität sollte als ökonomisches Gut betrachtet werden. Dem Rückgang der Vielfalt sei entgegenzutreten, indem man die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Biodiversität mit dem ökonomisch angemessenen Preis bewertet und bei Entscheidungen entsprechend berücksichtigt. In diesem Beitrag wird gezeigt, dass diese Argumentation zu kurz greift. Ökonomische Bewertungen fußen letztlich auf dem Marginalprinzip. Die Bedeutung der Biodiversität (und der natürlichen Umwelt) wird dabei systematisch unterschätzt. Alfred Marshall erkannte als erster, dass der Preis eines Gutes seine Knappheit und nicht seine Bedeutung misst. Erst bei hoher Knappheit der Biodiversität, spiegelt der Preis auch seine Bedeutung wider. Aufgrund der Irreversibilität des Biodiversitätsverlustes sollte man aber nicht so lange warten. Meine These lautet, dass die Ökonomik durch die Ermittlung des (marginalen) Preises der Biodiversität, des ökonomischen Gesamtwertes der Biodiversität oder des Gesamtwertes aller Ökosystemdienstleistungen nur einen geringen Beitrag zur Lösung des Problems Erhalt der Biodiversität leisten kann. Die Entscheidung für den Erhalt muss eine politische Rahmenvorgabe sein. Sie muss vor allem ökologisch-naturwissenschaftlich und ethisch begründet werden. Wurde aber eine solche Grundsatzentscheidung (z.B. über safe minimum standards) bereits getroffen, können die Wirtschaftswissenschaften (in interdisziplinärer Zusammenarbeit) einen wesentlichen Beitrag zu der Frage leisten, wie ein solches Ziel am besten erreicht werden kann. Vor allem können geeignete ökonomische Anreizstrukturen geschaffen werden, um die gesetzten Erhaltungsziele zu realisieren.de
dc.format.extentOnline-Ressource (PDF-Datei: 15 S., 0,04 MB)
dc.genrebook
dc.identifier.ppn816088691
dc.identifier.urihttps://epflicht.bibliothek.uni-halle.de/handle/123456789/5056
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:3:2-77409
dc.identifier.vl-id2608928
dc.language.isoger
dc.publisherUFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH
dc.relation.ispartofseriesUFZ-Diskussionspapiere ; 2/2001 ppn:635135760
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectBiodiversität
dc.subject.ddc330
dc.titleWelchen Beitrag können die Wirtschaftswissenschaften zum Erhalt der Biodiversität leisten? / Bernd Klauer. Sektion Ökonomie, Soziologie und Recht
dc.typeBook
dspace.entity.typeMonograph
local.accessrights.itemAnonymous
local.openaccesstrue

Dateien

Originalbündel
Gerade angezeigt 1 - 1 von 1
Lade...
Vorschaubild
Name:
urn_nbn_de_gbv_3_2-77409.pdf
Größe:
45.41 KB
Format:
Adobe Portable Document Format
Beschreibung:
Welchen Beitrag können die Wirtschaftswissenschaften zum Erhalt der Biodiversität leisten?
Herunterladen

Sammlungen