Umweltzeichen Blauer Engel für Druckfarben, Tinten und Toner für Papier und Karton auf professionellen Druckmaschinen : Hintergrundbericht zur Erarbeitung neuer Vergabekriterien, DE-UZ 237, Ausgabe Juli 2024 / von Christian Tebert, Olaf Wirth (Ökopol Institut für Ökologie und Politik GmbH, Hamburg) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: Ökopol Institut für Ökologie und Politik GmbH ; Redaktion: Fachgebiet III 1.3 Ökodesign, Umweltkennzeichnung, umweltfreundliche Beschaffung - Bettina C. Uhlmann

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1907338101

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-1102259

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ISSN

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Erschienen

Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, Oktober 2024

Umfang

1 Online-Ressource (89 Seiten, 1,23 MB) : Illustration, Diagramm

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Literaturverzeichnis: Seite 85-89
Abschlussdatum: August 2024
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

Im Forschungsvorhaben wurden die Vergabekriterien des Umweltzeichens "Blauer Engel für Druckfarben, Tinten und Toner für Papier und Karton auf professionellen Druckmaschinen" (DE-UZ 237) erarbeitet, basierend auf dem "Blauen Engel für Druckerzeugnisse" DE-UZ 195 (RAL 2023). Ziel des Projektes war die erleichterte Antragstellung für den Blauen Engel für Druckerzeugnisse nach DE-UZ 195. Für dessen Antragstellung sind zahlreiche Nachweise von Farbherstellern zu organisieren, wenn kein eigenständiger Blauer Engel für Druckfarben, Tinten und Toner existiert. Druckfarben, Tinten und Toner verbrauchen Ressourcen und Energie, die bei der Herstellung der enthaltenen Pigmente und Farbstoffe, Bindemittel, Lösemittel und Additive benötigt werden. Bei der Herstellung und Nutzung kommen Gefahrstoffe zum Einsatz, die Mensch und Umwelt schädigen können. Die Anforderungen des Blauen Engels für Druckfarben, Tinten und Toner schreiben vor, dass zur Herstellung nur solche Stoffe eingesetzt werden, die im Vergleich mit Stoffen nicht zertifizierter Produkte weniger umwelt- und gesundheitsbelastend sind. Beispielsweise sind kanzerogene, mutagene und erbgutverändernde Stoffe unzulässig, der Aromatengehalt und der Anteil der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) wird beschränkt. Die Nutzung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) ist unzulässig, da sie die in der Umwelt nicht abgebaut werden. PFAS kommen in Druckfarben zum Beispiel als Abriebschutz zum Einsatz. Wenn natürliche Rohstoffe wie Sojaöle für Druckfarben verwendet werden, müssen anerkannte Nachhaltigkeitszertifikate vorgelegt werden. Zudem müssen die Druckfarben, Tinten und Toner den Nachweis erbringen, dass sie sich bei der Aufbereitung von Altpapier gut vom Papier lösen lassen und somit ein hochwertiges Papierrecycling nicht behindern.
In the research project, we developed criteria for awarding the environmental label "Blue Angel for printing inks and toners for paper and cardboard on professional printing machines" (DE-UZ 237), based on the “Blue Angel for printed matters” DE-UZ 195 (RAL 2023). The aim of the project was to ease applications for printed products according to Blue Angel DE-UZ 195 for which many supporting documents from colour manufacturers must be organized as long as a separate Blue Angel certification for printing inks, inks and toners does not exist. The manufacturing of printing inks, inks and toners requires resources and energy to produce pigments, binders, solvents and additives. Hazardous substances are applied during production and use that can harm human health and the environment. The requirements of the Blue Angel for printing inks and toners require the use of substances that are less harmful to the environment and to human health than substances used for non-certified products. For example, it is not allowed to use carcinogenic, mutagenic and reproduction toxic substances, and the content of aromatic hydrocarbons and polycyclic aromatic hydrocarbons (PAH) is restricted. It is not permitted to use per- and polyfluorinated alkyl substances (PFAS), as they are not degraded in the environment. PFAS are applied in printing inks for example as abrasion protection. If natural raw materials such as soybean oils are used for printing inks, producers must present recognized sustainability certificates. In addition, the printing inks and toners must prove that they can easily be removed from the paper during the processing of paper waste and thus do not hinder a high-quality paper recycling.

Schriftenreihe

Texte ; 2024, 149 ppn:505871920

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