Trends und Tendenzen der Siedlungsentwicklung und deren Auswirkungen auf das Erreichen der flächenpolitischen Ziele des Bundes : Abschlussbericht / von Sebastian Eichhorn, Dr. Angelika Münter, Prof. Dr.-Ing. Stefan Siedentop (ILS Research gGmbH, ein Tochterinstitut des ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, Dortmund), Denise Ehrhardt, Dr. Martin Behnisch, Rieke Borges, Dr. Mathias Jehling (Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden), Prof. Dr. habil. Fabian Thiel (Frankfurt) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet I 2.5 Nachhaltige Raumentwicklung, Umweltprüfungen - Detlef Grimski
Discovery
1971165085
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1191473
DOI
ISBN
ISSN
Koordinaten
Skalierung
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2026
Umfang
1 Online-Ressource (245 Seiten, 15,2 MB) : Illustrationen, Diagramme : 2 Anlagenbände (65 Seiten, 3,54 MB, 29 Seiten, 1,18 MB)
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Abschlussdatum: Oktober 2024
Quellenverzeichnis: Seite 137-146
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Inhaltliche Zusammenfassung
Dieser Abschlussbericht unterzieht die aktuellen Entwicklungsmuster der Siedlungs- und Flächenentwicklung im Bereich Wohnen einer kritischen Analyse, um das bestehende flächenpolitische Instrumentarium zu bewerten sowie Chancen für dessen Weiterentwicklung zur Erreichung der flächenpolitischen Ziele des Bundes aufzuzeigen. Der Bericht fokussiert auf drei Themenkomplexe: Die Entwicklung regionaler Bodenmärkte, ihre Relevanz für aktuell beobachtbare räumliche Muster der Siedlungsentwicklung und Wohnungsbautätigkeit und deren Auswirkungen auf das Flächensparziel des Bundes. Das Zusammenwirken von Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Angebotsverhalten von Kommunen und Entwicklern sowie dessen Folgen für den Flächenverbrauch. Die Funktionsweisen, Hemmnisse und Erfolgskriterien eines interkommunalen Flächenmanagements und deren Beitrag zu flächensparsamer Siedlungsentwicklung. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine flächensparende Siedlungsentwicklung nicht allein aufgrund eines Mangels an boden- und flächenpolitischen Instrumenten scheitert. Ein zentrales Hindernis für eine flächensparende Siedlungsentwicklung, sowohl in Großstadtregionen als auch in ländlich geprägten Regionen, ist nach wie vor im fehlenden (politischen) Willen zu finden, die bestehenden Steuerungsansätze konsequent ein- und umzusetzen. Zugleich wird deutlich, dass gängige Narrative wie das "Umsetzungsdefizit der Planung" nur begrenzt als Erklärungsmodelle für die aktuellen Entwicklungsmuster der Siedlungs- und Flächenentwicklung greifen. Viele der identifizierten Treiber und Mechanismen, die zu einer Flächenneuinanspruchnahme im Bereich Wohnen führen, liegen außerhalb des Einflussbereichs der Raumordnungs- und Stadtentwicklungspolitik. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssen Lösungsansätze über das enge Planungsinstrumentarium hinausgehen und systemisch angelegt sein. Es bedarf gezielter Maßnahmen zur Identifikation und Beseitigung fiskalischer Fehlanreize im Steuersystem und staatlicher Subventionen sowie eines gesellschaftlichen und politischen Bewusstseinswandels hin zu einer bewussteren Nutzung von Wohnflächen. Dies erfordert eine umfassende "Flächenwende" als langfristigen Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen Flächenkreislaufwirtschaft bis 2050.
This report critically analyses the current development patterns of residential settlement and land use, evaluating the existing land policy instruments and identifying opportunities for their further development to achieve the federal land policy goals. The report focuses on three thematic areas: The development of regional land markets, their relevance to currently observed spatial patterns of settlement and housing construction activity and their impact on the federal land-saving goal. The interaction between the demand for single-family homes and the supply behaviour of municipalities and developers and its consequences for land consumption. The functions, obstacles, and success criteria of inter-municipal land management and its contribution to land-saving settlement development. The results suggest that land-saving settlement development does not solely fail due to a lack of land and spatial policy instruments. A central obstacle to land-saving settlement development, both in metropolitan regions and in rural areas, continues to be the lack of (political) will to consistently implement existing control approaches. At the same time, it becomes clear that common narratives, such as the "implementation deficit of planning," only limitedly explain the current development patterns of settlement and land use. Many of the identified drivers and mechanisms leading to land consumption in the residential sector are beyond the influence of regional planning and urban development policies. To address these challenges, solutions need to go beyond the narrow planning toolkit and be systemic. Specific measures are required to identify and eliminate fiscal disincentives in the tax system and state subsidies, along with a societal and political shift towards a more conscious use of residential space. This necessitates a comprehensive "land turnaround" as a long-term transformation process towards a sustainable land circular economy by 2050.
Schriftenreihe
Texte. Umweltbundesamt ; 2026, 37 ppn:505871920
REFOPLAN des Bundesministeriums Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
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