Das Unternehmen als Arrangement von horizontalen und vertikalen Dilemmastrukturen : zur Ordonomik der Corporate Governance in und durch Unternehmen / Stefan Hielscher

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urn:nbn:de:gbv:3:2-13225

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Erschienen

Halle : Martin-Luther-Univ. Halle-Wittenberg, Lehrstuhl für Wirtschaftsethik, 2011

Umfang

Online-Ressource (PDF-Datei: III, 21 S.) : graph. Darst.

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Zusammenfassung in englischer Sprache

Inhaltliche Zusammenfassung

Dieser Artikel entwickelt einen ordonomischen Beitrag zur Corporate Governance in und durch Unternehmen. Den Ausgangspunkt markiert die unternehmensethische Über-legung, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für unternehmerische Wertschöpfung auf Märkten in einem grundlegenden Wandel befinden und dass die Betriebswirtschaftslehre darauf mit forcierten Theoriebildungsanstrengungen reagieren sollte. Die These der Ordonomik lautet, dass die Betriebswirtschaftslehre diesen inter-disziplinären Impuls der Unternehmensethik konstruktiv aufgreifen kann, indem sie die Corporate Governance von einem engen Verständnis auf ein weites Verständnis um-stellt. Aus ordonomischer Sicht kann diese Umstellung besonders gut gelingen, wenn man das Unternehmen nicht als Nexus-of-Contracts, sondern als einen korporativen Akteur rekonstruiert, der mit Hilfe eines differenzierten Managements vertikaler und horizontaler Dilemmastrukturen die prinzipiell brisanten Wertschöpfungsbeziehungen zu den wichtigen Kooperationspartnern des Unternehmens etabliert und aufrecht erhält. Auf diese Weise kann die Corporate Governance aus ihrer engen Fixierung auf den Schutz der Eigenkapitalgeber gelöst werden und neue Phänomene - und das bedeutet auch: Anspruchsgruppen wie Mitarbeiter, NGOs usw. - zusätzlich in den Blick nehmen, die im Zuge der Globalisierung und der wissensbasierten Produktion zunehmend Be-deutung gewinnen.
This paper develops an ordonomic contribution to the theory of corporate governance. Its starting point is the idea of business ethics that the societal framework for corporate value creation is currently undergoing a fundamental change and that, as a consequence, management theory should increase its efforts in theory building. From an ordonomic perspective, management theory can take up this interdisciplinary impulse by switching from a narrow concept to a wider notion of corporate governance. Instead of regarding the firm as a nexus of contracts it can be interpreted as a corporate actor who establishes and maintains precarious relationships to important partners in value creation with the help of a differentiated management of horizontal and vertical dilemma structures. Such a broad understanding of corporate governance widens its narrow focus on the protec-tion of equity holders and turns its attention also on new problems - and hence on stakeholders such as employees or civil society organizations - that will gain impor-tance with globalization and its knowledge-based production.

Schriftenreihe

Diskussionspapier ; Nr. 2011, 16 ppn:571346170

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