Ebert, MarcelKießling, RobertMemmler, MichaelSandau, FabianUmweltbundesamt2026-06-242025https://epflicht.bibliothek.uni-halle.de/handle/123456789/1197041973658569urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1197040Dieser Bericht untersucht die Umsetzbarkeit der in der EU-Richtlinie (EU) 2018/2001 beschriebenen Methode zur Berechnung der für Kälteversorgung und Fernkälte genutzten erneuerbaren Energie mit Fokus auf die nationale Anwendung in Deutschland. Im Kontext des Klimawandels gewinnt die Kälteversorgung an Bedeutung, doch zeigt die Analyse der Datenlage in Deutschland erhebliche Lücken, insbesondere beim Endenergieverbrauch und der Struktur der Kälteversorgungssysteme. Der Bericht erläutert die EU-Berechnungsvorschrift und klärt zentrale Begriffe und Abgrenzungen. Die Methodik differenziert zwischen Kälteerzeugern unter und über 1,5 MW sowie Fernkälteversorgung, wobei kleinere Anlagen mit Standardwerten berechnet und größere Anlagen sowie Fernkälte durch Messdaten erfasst werden. Da umfassende Daten fehlen, gestaltet sich die Anwendung der Vorschrift statistisch herausfordernd. Ein entwickeltes Schätz-Modell nutzt Standardwerte zur Anlageneffizienz und umfasst eine vereinfachte Methodik für Fernkälte. Die Analyse konzentriert sich auf die Raumklimatisierung in Wohngebäuden, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Industrie, wobei modellierte Annahmen durch Expertengespräche validiert wurden. Die Methodik basiert auf Endenergieverbräuchen und modelliert den Kältebedarf mithilfe saisonaler Effizienzparameter und mittlerer Kühlgradtage. Die Ergebnisse zeigen, dass Gewerbe, Handel und Dienstleistungen den größten Anteil an erneuerbarer Kälte aufweisen. Abschließend wurden die Schätzungen mit europäischen Daten verglichen und eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt.This report analyses the feasibility of the method described in EU Directive (EU) 2018/2001 for calculating the renewable energy used for cooling supply and district cooling with a focus on national application in Germany. In the context of climate change, cooling supply is becoming increasingly important, but the analysis of the data situation in Germany shows considerable gaps, especially in terms of final energy consumption and the structure of cooling supply systems. The report explains the EU calculation rule and clarifies key terms and definitions. The methodology differentiates between cooling generators below and above 1.5 MW and district cooling supply, whereby smaller systems are calculated using standard values and larger systems and district cooling are recorded using measurement data. Due to the lack of comprehensive data, the application of the regulation is statistically challenging. An estimation model developed uses default values for system efficiency and includes a simplified methodology for district cooling. The analysis focuses on air conditioning in residential, commercial, retail, services and industrial buildings, with modelled assumptions validated through expert interviews. The methodology is based on final energy consumption and models cooling demand using seasonal efficiency parameters and average cooling degree days. The results show that trade, commerce and services have the largest share of renewable cooling. Finally, the estimates were compared with European data and a sensitivity analysis was carried out.1 Online-Ressource (62 Seiten, 6,26 MB) : Diagramme, Kartegerhttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/620Erneuerbare Kälte : Methodenentwicklung zur Abbildung der zur Kälteversorgung genutzten erneuerbaren Energie : Abschlussbericht / von Marcel Ebert, Robert Kießling (Leipziger Institut für Energie GmbH, Leipzig) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet V 1.8 Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) - Michael Memmler, Fabian Sandau