Jacob, JensGeduhn, AnkeEsther, AlexandraSchenke, DetlefDeutschland2025-05-312018kxp: 1894348680https://epflicht.bibliothek.uni-halle.de/handle/123456789/141481894348680urn:nbn:de:gbv:3:2-10680583302416Antikoagulante Rodentizide (AR) sind wichtige Wirkstoffe bei der Schadnagerbekämpfung im Biozidbereich, können aber unter Umständen Nichtzielarten gefährden. In diesem Projekt erfolgte 1. die Erfassung von Rodentizidrückständen bei Nicht-Zielarten 2. die Quantifizierung der Rodentizidrückstände entlang des Expositionspfades Köder - Beute - Räuber und 3. die Ermittlung saisonaler Effekte auf sekundäre Rodentizidrückstände in Prädatoren. 61% der Fuchsleberproben wiesen AR-Rückstände auf. Füchse aus Landkreisen mit hoher Großviehdichte (Indikator für hohen Rodentizideinsatz) waren häufiger belastet, als Füchse aus Landkreisen mit niedrigen Großviehdichten. In 32% der Eulen- und Greifvogelproben kamen AR-Rückstände vor. Mit steigender Entfernung zum Anwendungsort sank der Anteil mit Brodifacoum belasteter Kleinsäuger. Rückstände konnten in allen untersuchten Kleinsäugerarten nachgewiesen werden. Apodemus-Arten wiesen häufig und z.T. hohe Rückstände auf und bildeten den zweigrößten Anteil der saisonal schwankenden Schleiereulennahrung. Microtus-Arten, als häufigste Beuteart, wiesen nur in Einzelfällen Rückstände auf. Der Expositionsweg von AR über Apodemus-Arten scheint daher für Schleiereulen wahrscheinlich, wenn die Schleiereule im Hofbereich jagt.Anticoagulant rodenticides (AR) are important agents in biocidal pest rodent control, but could endanger non-target animals. Project aims were to 1. monitor rodenticide residues in non-target species 2. quantify rodenticide residues along the exposure path bait - prey - predator and 3. investigate seasonal effects on secondary rodenticide residues in predators. 61% of liver samples from red foxes showed AR-residues. Foxes from rural districts with high livestock density (indicator for high rodenticide usage) carried AR-residues more frequently than foxes from areas with low livestock density. AR-residues were detected in 32% of owls and birds of prey. The proportion of non-target small mammals carrying brodifacoum-residues decreased with increasing distance from baiting points. Residues were found in all investigated small mammal species. Apodemus-species showed AR-residues in partly high concentrations and constituted the second largest part of the barn owls diet. Microtus-species were the main prey component of barn owls but showed almost none residues. Exposure to brodifacoum through Apodemus-species seems to be most likely for barn owls if barn owls hunt in farm surroundings.1 Online-Ressource (61 Seiten, 2,21 MB) : Illustration, Diagrammegerhttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/632Rückstände von als Rodentizid ausgebrachten Antikoagulanzien in wildlebenden Biota : Abschlussbericht / von Jens Jacob, Anke Broll, Alexandra Esther (Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Wirbeltierforschung Münster), Detlef Schenke (Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz ; Redaktion: Fachgebiet IV 1.4 Gesundheitsschädlinge und ihre Bekämpfung Erik SchmolzBook