Frehn, MichaelReichert, AlexanderKoch, SabrinaAshölter, NeeleBecker, Carlo W.Faßbender, SvenKern, EmilyRöthke-Habeck, PetraUmweltbundesamt2026-04-102026https://epflicht.bibliothek.uni-halle.de/handle/123456789/118024196829581Xurn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1180247Aktive Mobilität kann ihr Potenzial zur Förderung der Naherholung sowie der Verkehrswende entfalten, wenn gut ausgebaute Rad-, Fuß- und Wanderwege sowie eine verlässliche ÖPNV-Anbindung attraktive und umweltschonende Verbindungen zwischen Naherholungsgebieten und verdichteten Stadtbereichen schaffen. Dabei sind Freiraumverbünde und aktive Mobilität im Stadt-Umland-Verkehr gemeinsam zu betrachten. Eine gemeinsame und aufeinander abgestimmte Planung von Freiräumen und Wegenetzen in der Stadt-Umlandregion fördert nachhaltiges Mobilitätsverhalten, schont und qualifiziert die Freiräume. Gemeinsame Konzepte und gezieltes Marketing können den Anteil aktiver Mobilität erhöhen, zur Lebensqualität beitragen und Zielkonflikte mit dem Natur- und Landschaftsschutz vermeiden. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, Fragen der Förderung der aktiven Mobilität mit ökologisch nachhaltiger Sicherung und Entwicklung von stadtregionalen Freiräumen interdisziplinär zu verknüpfen. Lösungswege aus Best-Practice-Beispielen wurden recherchiert und zusammengetragen. Teil des Forschungsprojekts war ein Austausch zwischen relevanten Netzwerken und Fachleuten aus den Bereichen Freiraumplanung und aktive Mobilität in Workshops zu den Themen Konflikte, Potenziale und gemeinsame Wirkungsfelder. Aus den Ergebnissen der Netzwerktreffen und guten Praxisbeispielen wurden fachlich-organisatorische Ansätze für die gemeinsame Planung von aktiver Mobilität und Freiräumen abgeleitet. Drei entscheidende Stellschrauben konnten für eine erfolgreiche Planung und Realisierung gemeinsamer Projekte der aktiven Mobilität und stadtregionalen Freiräume identifiziert werden. Hierzu gehören eine zentrale Koordination mit klarer Aufgabenverteilung, ausreichendem Personal und Budget sowie spezialisierte Stellen für die Fördermittelakquise, dauerhaft zuständige Ansprechpersonen und externe Unterstützung zur Sicherung von Kontinuität und Qualität. Frühzeitige gemeinsame Zielvereinbarungen schaffen Vertrauen und deren Einbindung in übergeordnete Planungen fördern die Akzeptanz. Eine enge Zusammenarbeit der betroffenen Fachdisziplinen und verschiedenen Planungsebenen fördert die Einigung auf Wegekonzepte, die sowohl Mobilitäts- als auch Naturschutzaspekte berücksichtigen. Öffentlichkeitsbeteiligung hilft, unterschiedliche Bedürfnisse zu integrieren und Nutzungskonflikte zu lösen. Ein dauerhafter Betrieb wird durch die frühzeitige Klärung von Zuständigkeiten und ein kontinuierliches Pflegemanagement sichergestellt. Nutzungskonflikte sollten aktiv moderiert, der Betrieb entsprechend angepasst und die Qualität dauerhaft gesichert werden. Die Dokumentation von gelungenen Beispielen sowie die herausgearbeiteten erfolgversprechenden Instrumente, Prozesse, Kooperationsformen und Stellschrauben mündeten in der Fachbroschüre "Aktive Mobilität und Freiraum zusammen gedacht" (UBA 2025).Active mobility can realize its potential to promote local recreation and advance the mobility transition when well-developed cycling, walking, and hiking paths, along with reliable public transport connections, create attractive and environmentally friendly links between recreational areas and densely built-up urban zones. In this context, open space networks and active mobility in urban-periphery traffic must be considered together. Joint and coordinated planning of open spaces and route networks in the urban-periphery region fosters sustainable mobility behaviour while preserving and enhancing open spaces. Shared concepts and targeted marketing can increase the share of active mobility, contribute to quality of life, and avoid conflicts with nature and landscape conservation. The research project aims to interlink issues of promoting active mobility with the ecologically sustainable safeguarding and development of urban-regional open spaces in an interdisciplinary manner. Solutions from best-practice examples were researched and compiled. The project included exchanges between relevant networks and experts from the fields of open space planning and active mobility in workshops on the topics of conflicts, potentials, and areas of joint impact. Based on the results of the network meetings and good practice examples, professional and organizational approaches for joint planning of active mobility and open spaces were derived. Three key levers for the successful planning and implementation of joint projects in active mobility and urban-regional open spaces were identified. These include central coordination with clear task allocation, sufficient personnel and budget, as well as specialized positions for fundraising, permanent contacts, and external support to ensure continuity and quality. Early joint goal agreements build trust, and their integration into overarching plans promotes acceptance. Close cooperation between the relevant disciplines and various planning levels facilitates agreement on route concepts that take both mobility and nature conservation aspects into account. Public participation helps to integrate different needs and resolve usage conflicts. Permanent operation is ensured by early clarification of responsibilities and continuous maintenance management. Usage conflicts should be actively moderated, operations adjusted accordingly, and quality secured in the long term. The documentation of successful examples, as well as the identified promising instruments, processes, forms of cooperation, and key levers, culminated in the technical brochure "Aktive Mobilität und Freiraum zusammen gedacht" (UBA 2025).1 Online-Ressource (82 Seiten, MB) : Illustrationen, Diagrammegerhttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/711Aktive Mobilität und Freiräume im Zusammenspiel zwischen Umland und Stadt : Abschlussbericht / von Dr.-Ing. Michael Frehn, Alexander Reichert, Sabrina Koch, Neele Ashölter (Planersocietät Frehn Steinberg Partner GmbH, Dortmund), Dr.-Ing. Carlo W. Becker, Sven Faßbender, Emily Kern (bgmr Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet I 2.6 Nachhaltige Mobilität in Stadt und Land - Petra Röthke-Habeck