Bach, StefanHamburg, MarkHirsch, JulianZschüttig, HansUmweltbundesamt2026-05-182025https://epflicht.bibliothek.uni-halle.de/handle/123456789/1191501961798875urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1191506In dieser Studie werden die Verteilungswirkungen der CO2-Bepreisung des nationalen Emissionshandels (nEHS) für Wärme und Verkehr bei den privaten Haushalten im Jahr 2024 untersucht. Dabei werden die Belastungen durch die CO2-Bepreisung von Kraft- und Heizstoffen sowie das CO2-Kostenaufteilungsgesetz berücksichtigt, nach dem Vermieter*innen einen Teil der CO2-Kosten der Beheizung abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes zu tragen haben. Auf der Entlastungsseite werden die Heizkostenübernahme bei der Grundsicherung und die CO2- und Klimakomponente beim Wohngeld berücksichtigt. Die CO2-Bepreisung des nEHS wirkt regressiv auf die Einkommensverteilung - sie belastet geringverdienende Haushalte relativ zum Einkommen stärker als höherverdienende Haushalte. Die CO2-Kostenaufteilung reduziert die regressive Belastung, da Haushalte mit niedrigen Einkommen häufiger zur Miete und in Gebäuden mit schlechter Energieeffizienz leben. Entlastungsmaßnahmen wie die Heizkostenübernahme im Rahmen der Grundsicherung und die Wohngeldreformen wirken vor allem in den unteren Einkommensdezilen der Belastung entgegen und kompensieren die regressiven Wirkungen der CO2-Bepreisung weitgehend. Insgesamt werden die privaten Haushalte mit 8,5 Milliarden Euro oder durchschnittlich 0,4 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens belastet. Entsprechende Mehreinnahmen des Staates werden für Förderprogramme zur klimaneutralen Transformation von Wohnen und Verkehr verwendet.This study examines the distributional effects of CO2 pricing under the national emissions trading scheme (nEHS) for heating and transport on households in 2024. It considers the burdens imposed by CO2 pricing of motor fuels and heating fuels, as well as the CO2 Cost Allocation Act, according to which landlords must bear a portion of the CO2 costs of heating depending on the energy efficiency of the building. On the relief side, the study considers the heating cost subsidy provided by basic income support and the CO2 and climate components of housing benefits.The CO2 pricing of the nEHS has a regressive effect on income distribution - it burdens low-income households more relative to their income than higher-income households. The CO2 cost allocation reduces the regressive burden, as low-income households are more likely to live in rented accommodation and in buildings with poor energy efficiency. Relief measures such as heating cost subsidies within the framework of basic social security and housing allowance reforms primarily counteract the burden on the lower income deciles and largely compensate for the regressive effects of CO2 pricing. Overall, private households will be burdened with €8.5 billion, or an average of 0.4 percent of net household income. Corresponding additional government revenues will be used for subsidy programs for the climate-neutral transformation of housing and transportation.1 Online-Ressource (33 Seiten, 2,11 MB) : Diagrammegerhttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/363.7Verteilungswirkungen des nationalen Emissionshandels auf private Haushalte : Bericht / von Stefan Bach, Mark Hamburg (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, DIW Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet V 3.3 Ökonomische Grundsatzfragen des Emissionshandels, Auktionierung, Auswertungen - Julian Hirsch, Hans Zschüttig