The challenges of assessing “Collective Progress” : design options for an effective global stocktake process under the UNFCCC : final report / by Louise Jeffery (NewClimate Institute, Berlin; previously at Potsdam Institute for Climate Impact Research, Potsdam); Anne Siemons, Hannah Förster, Christian Nissen (Öko-Institut, Berlin); Lukas Hermwille, Nico Kreibich (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Wuppertal) ; on behalf of the German Environment Agency ; publisher: Umweltbundesamt ; report performed by: Potsdam Institut für Klimafolgenforschung ; in Kooperation mit: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH; Öko-Institut; NewClimate Institute ; edited by: Section V 1.1 Climate Protection, Juliane Berger, Frederik Pischke (Fachbegleitung)
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Discovery
1757074503
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-136425
DOI
ISBN
ISSN
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, Mai 2021
Umfang
1 Online-Ressource (145 Seiten, 2,69 MB) : Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
eng
Anmerkungen
Report completed in: November 2019
Zusammenfassung in deutscher und englischer Sprache
Inhaltliche Zusammenfassung
Mit dem Übereinkommen von Paris (ÜvP) wurde ein Prozess der globalen Bestandsaufnahme („Global Stocktake“, GST) als wichtiger Schutzmechanismus eingeführt, der die Anschärfung der NDCs im Hinblick auf die Erreichung der kollektiven Ziele des Abkommens erleichtern soll. Dieses Papier untersucht die Fragen, wie ein wirksamer GST-Prozess aussehen könnte, und welche Informationen und Daten zu seiner Unterstützung benötigt werden. Wir identifizieren vier Funktionen, die ein wirksamer GST erfüllen sollte: Er sollte als Schrittmacher der politischen Prozesse fungieren, die Rechenschaftspflicht der Länder gewährleisten, verstärkte Ambitionen von zukünftigen NDCs vorantreiben und Leitlinien und Signale für ein erneuertes Engagement für die Ziele des Pariser Abkommens geben. Der GST sollte sich dabei auf umfassende Informationen stützen, die in direktem Bezug zu Politiken und Maßnahmen stehen. Der Transparenzrahmen des ÜvP soll dazu qualitativ hochwertige und umfassende Informationen liefern. Sein Beitrag ist jedoch begrenzt, da er erst ab 2024 in Kraft tritt und auch weiterhin mit lückenhafter Berichterstattung zu rechnen ist. Somit sollten zusätzliche Informationsquellen für den GST genutzt werden. Der IPCC könnte dazu beitragen, diese Informationen zu legitimieren und zusammenzutragen. Zu den wichtigsten Herausforderungen bei der Bewertung des kollektiven Fortschritts durch den GST gehören Datenlücken bei der Quantifizierung und Aggregation der Emissionen und das eingeschränkte Mandat des GST zur Beurteilung des kollektiven Fortschritts. Vor diesem Hintergrund bewerten wir das Potenzial und die Grenzen des GST zur Erfüllung der vier oben beschriebenen Funktionen. Der UNFCCC-Prozess könnte seine Wirksamkeit maximieren, indem er (1) eine öffentliche Bewertung der Inputs vorsieht, (2) den in diesem Projekt entwickelten Ansatz zur Darstellung des Fortschritts zur Minderung von Emissionen anwendet, (3) in den strukturierten Expertendialogen eine detaillierte Erörterung von sektor-spezifischen Problemen vorsieht und (4) den IPCC auffordert, sich zum Stand der Forschung im Hinblick auf die Festlegung von Benchmarks für Emissionsminderung zu äußern. Die offizielle GST sollte durch unabhängige Aktivitäten der Zivilgesellschaft und der akademischen Gemeinschaft ergänzt und unterstützt werden.
The Paris Agreement established a Global Stocktake process as a key safeguard mechanism to facilitate enhancement of the NDCs toward meeting the collective goals of the Agreement. This paper examines the questions of what an effective Global Stocktake process would look like, and what information and data are needed to support it. We identify four functions that an effective Global Stocktake should fulfil; acting as a pacemaker of policy processes, ensuring accountability of countries actions, driving enhanced ambition in subsequent NDC cycles, and providing guidance and signal of a renewed commitment to the Paris Agreement goals. The Global Stocktake should be based on comprehensive information that can easily be related to policies and actions. The Enhanced Transparency Framework should provide good quality and extensive information but is limited due to its timing and scope. Other sources of information that could provide additional details should be utilised as far as possible and the IPCC could play a role in synthesising and legitimising some information sources. Key challenges in assessing collective progress by the GST include data gaps in the quantification and aggregation of emissions under the NDCs and the limited mandate to assess collective progress only. Against this background we assess the potential and limits for the Global Stocktake to deliver on fulfilling the four functions outlined above. The UNFCCC process could maximise its effectiveness by (1) including an explicit public appraisal of the inputs, (2) applying the performance distributions approach as a tool to perform collective assessments developed in this project, (3) including detailed discussion of key sectoral systems in the structured expert dialogues, and (4) calling upon the IPCC to assess the available research specifically with a view to identifying benchmarks. The official GST should be complemented and supported by independent activities from civil society and the academic community.
Schriftenreihe
Climate change ; 2021, 28 ppn:525877959