Rechtliche Anknüpfungspunkte zur Steuerung des nachhaltigen und wasserschutzverträglichen Ausbaus geothermisch-energetischer Eingriffe in den oberflächennahen Untergrund : (AnSAgE) : Abschlussbericht / von Andreas Große, Daniel Schiebold, Dr. Linda Schönfelder, Sina Jakob, Dr. Anna Alexandra Seuser (Becker Büttner Held, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet V 1.3 - Erneuerbare Energien Fachbegleitung - Christine Wernicke und Andreas Bertram
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1963389085
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1178123
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Koordinaten
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Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2026
Umfang
1 Online-Ressource (245 Seiten, 9,49 MB) : Illustrationen
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Abschlussdatum: Juni 2025
Quellenverzeichnis: Seite 230-237
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Inhaltliche Zusammenfassung
Angesichts der Energiewende und der damit verbundenen Umstellung auf eine erneuerbare Wärmeversorgung ist die geothermische Nutzung des oberflächennahen Untergrunds, verstanden als Nutzung zur Gewinnung von Erdwärme und zur Speicherung von Wärme im Untergrund. eine vielversprechende Option. Sie ermöglicht nicht nur emissionsfreie Wärme- und Kälteversorgung, sondern auch, im Fall der Speicherung, die saisonal bedarfsorientierte Energiebereitstellung. Allerdings können zwischen der Nutzung des oberflächennahen Untergrunds zur Wärme- und Kälteversorgung und anderer Nutzungs- und Raumansprüchen im Untergrund Nutzungskonflikte entstehen, insbesondere mit dem Schutz der Ressource Grundwasser und der öffentlichen Wasserversorgung. Unter anderem aus rechtlicher Sicht steht daher die Frage im Raum, wie den zu erwartenden Nutzungskonkurrenzen in ausreichender Art und Weise begegnet werden kann. Dieser Bericht befasst sich mit der Frage, ob und mit welchen rechtlichen Mitteln und Instrumenten der nachhaltige und wasserschutzverträgliche Ausbau der oberflächennahen Nutzung zur Gewinnung und Speicherung von Wärme gesteuert werden könnte. Er bewertet, ob das Wasserrecht bereits nach geltender Rechtslage Konfliktbewältigungsmechanismen bereithält, mit denen Nutzungskonkurrenzen zwischen oberflächennaher Geothermie bzw. der Wärmespeicherung einerseits und der öffentlichen Wasserversorgung sowie mit Blick auf die Wärmekapazität des Grundwassers andererseits rechtlich bewältigt werden können. Der Bericht geht außerdem der Frage nach, ob und wie mit bereits bestehenden Planungsinstrumenten, wie der Raumordnung und der kommunalen Wärmeplanung, eine Steuerungswirkung für die geothermisch-energetischen Eingriffe in den oberflächennahen Untergrund entwickelt werden könnte. Anknüpfend daran bewertet der Bericht die Möglichkeiten für zusätzliche rechtliche Planungsinstrumente, die einen wasserschutzverträglichen Ausbau von oberflächennaher Geothermie und Wärmespeicherung rechtlich steuern könnten.
In view of the energy transition and the associated switch to renewable heat supply, the geothermal use of the near-surface subsurface, understood as the use of geothermal energy for heat generation and underground heat storage, is a promising option. It not only enables emission-free heat and cooling supply, but also, in the case of storage, seasonal demand-oriented energy provision. However, conflicts of use may arise between the use of the near-surface subsurface for heating and cooling and other uses and space requirements in the subsurface, in particular with regard to the protection of groundwater resources and public water supply. From a legal perspective, among other things, the question therefore arises as to how the expected conflicts of use can be adequately addressed. This report examines whether and by what legal means and instruments the sustainable and water protection-compatible expansion of near-surface use for heat extraction and storage could be controlled. It assesses whether water law already provides conflict resolution mechanisms under the current legal situation that can be used to legally resolve conflicts of use between near-surface geothermal energy and heat storage on the one hand and public water supply and groundwater heat capacity on the other. The report also examines whether and how existing planning instruments, such as regional planning and municipal heat planning, could be used to develop a control mechanism for geothermal energy interventions in the near-surface subsurface. Following on from this, the report assesses the possibilities for additional legal planning instruments that could legally control the expansion of near-surface geothermal energy and heat storage in a manner compatible with water protection.
Schriftenreihe
Texte. Umweltbundesamt ; 2026, 02 ppn:505871920