Die Elster-Luppe-Aue - eine wertvolle Auenlandschaft : Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung aus dem Projekt Lebendige Luppe / Mathias Scholz, Carolin Seele-Dilbat, Rolf A. Engelmann, Hans D. Kasperidus, Fabian Kirsten, Anna Herkelrath-Bleyl & Michael Vieweg (Hrsg.) ; Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ ; Redaktion: Dipl. Pol. Karin Lange, Prof. Dr. Sylke Nissen (Universität Leipzig, Institut für Soziologie) ; Fachbetreuung: Florian Mayer, Dr. Klaus Follner (BfN, Fachgebiet II 4.1 „Landschaftsplanung, räumliche Planung und Siedlungsbereich“), Dr. Jörg Petermann (Programmbüro für das Bundesprogramm Biologische Vielfalt im DLR-Projektträger)
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Discovery
1831671921
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-981330
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ISSN
Autorin / Autor
Körperschaft
Erschienen
Leipzig : Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ, [2022]
Umfang
1 Online-Ressource (156 Seiten, 6,22 MB) : Illustrationen, Diagramme, Karten
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Förderkennzeichen BMU 3511 68 5C12
Dieser Bericht entstand im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes „Lebendige Luppe“, gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).
Literaturverzeichnis: Seite 153-154
Inhaltliche Zusammenfassung
Die Flussauen zählen in Europa zu den komplexesten und artenreichsten ökologischen Systemen. Der Mensch hat diese Lebensräume durch massive Eingriffe in das hydrologische Regime von Flüssen, strukturelle Änderungen und zunehmende Nähr- und Schadstoffbelastung erheblich verändert oder zerstört. Mit Nachdruck wird deshalb schon seit Jahren der ökologisch verträgliche Umgang mit Auen gefordert. Diese gesellschaftliche Zielsetzung erfordert es, die ökologischen Auswirkungen von Eingriffen, insbesondere von Nutzungsänderungen und flussbaulichen Maßnahmen, hinreichend sicher abschätzen zu können. Leipzig ist die einzige deutsche Großstadt, in der großflächige Hartholz-Auenwälder entlang von Weißer Elster, Pleiße und Luppe erhalten geblieben sind. Momentan stellen Austrocknung und fehlende Hydrodynamik durch Entkoppelung von Fluss und Aue, verursacht durch den technischen Ausbau der Gewässerlandschaft im 19ten und 20igsten Jahrhundert um Hochwasser möglichst schnell aus der Flusslandschaft zu bringen, die größten Herausforderungen für den Erhalt der Auenlandschaft dar. Um das Leipziger Auensystem wieder in einen funktionierenden Auenraum zu entwickeln, muss darüber hinaus dem weiteren Verlust von Lebensräumen, wie z.B. naturraumtypischen Fließgewässern und artenreichem Auengrünland, entgegen gewirkt werden. Mit der Wiederherstellung auentypischer Wasserverhältnisse und Lebensräume lassen sich mittelfristig Biodiversität und zahlreiche Ökosystemleistungen nachhaltig sichern.
Schriftenreihe
UFZ-Bericht ; 2022, 2 ppn:635135981