Insiderhandel und die Regulierung der Kapitalmärkte : ein Beitrag zur MiFID-Debatte / Matthias Georg Will und Ingo Pies
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URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-28819
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Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle : Martin-Luther-Universität, Lehrstuhl für Wirtschaftsethik, 2014
Umfang
1 Online-Ressource (PDF-Datei: III, 26 S., 0,44 MB) : Illustrationen
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Zusammenfassung in englischer Sprache
Inhaltliche Zusammenfassung
Dieser Beitrag liefert für die aktuelle wissenschaftliche und politische Regulierungsde-batte der Kapitalmärkte drei Argumente: (1) Der Beitrag präsentiert zuerst einen konzep-tionellen Ansatz, der zwischen sozial erwünschten und sozial schädlichen Folgen des In-siderhandels differenziert. Insiderhandel führt zu gesellschaftlich unerwünschten Effek-ten, sofern sich hieraus ein Rent-Seeking-Verhalten von Insidern entwickelt. Kapital-marktrelevante Informationen haben dann einen Schwarzmarktpreis. (2) Ausgehend von dieser Differenzierung betrachtet dieser Beitrag verschiedene Regulierungsansätze. Es zeigt sich, dass Informations- und Transparenzregeln in Verbindung mit einem strafrecht-lichen Verbot des sozial unerwünschten Insiderhandels ergänzt um Whistle-Blowing-Programme ein präventives, wirkungsvolles und verhältnismäßiges Regulierungsregime darstellen. Gegenüber Positionslimits ist dieses Regulierungsregime zur Bekämpfung von Insiderhandel vorzuziehen. (3) Abschließend entwickelt der Beitrag konkrete Implikati-onen für die aktuelle europäische Regulierungsdebatte der Kapitalmärkte. Gegenüber den USA gibt es hier einen Nachholbedarf.
This paper develops three arguments for the current academic and political debate on an appropriate regulation of capital markets. (1) To begin with, the paper highlights a con-ceptual approach to differentiate between socially desirable and undesirable behavior of insider trading. Such trading has socially undesirable effects if it causes rent-seeking be-havior of insiders. As a consequence, relevant information will have a black market price. (2) We apply this differentiation to different approaches of capital market regulation. As we will show, a preventive, effective and proportional regulation consists of information and transparency rules in combination with a ban of socially undesirable trading, com-plemented by whistle blowing. Compared to position limits, such a framework of regula-tion has socially desirable advantages. (3) Finally, we highlight implications for the cur-rent debate about the regulation of European capital markets. In comparison with the USA, the EU still has a backlog and needs to catch up.
Schriftenreihe
Diskussionspapier ; 2014, 7 ppn:571346170