Wozu dienen Warenterminmärkte wirklich? : eine Klarstellung / Sören Prehn, Thomas Glauben, Jens-Peter Loy

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1751096769

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-134150

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Erschienen

Halle (Saale) : Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO), [2021]

Umfang

1 Online-Ressource (6 Seiten, 0,15 MB) : Illustrationen

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Inhaltliche Zusammenfassung

Um es gleich vorweg zu nehmen, Warenterminmärkte dienen Landwirten und Landhändlern keineswegs, wie gemeinhin angenommen, primär zur Absicherung von Kassapreis- und Basisrisiko. Sie eröffnen vielmehr Einkommenschancen durch Lagerhaltung und gewährleisten deren Profitabilität. Die in der Wissenschaft offensichtlich favorisierte "Minimum Variance Hedge Ratio (MVH)"-Regel zur Minimierung von Kassapreis- und Basisrisiko taugt wenig und käme Landwirten und Landhändlern teuer zu stehen. Sie führt zur "Überabsicherung" auf inversen Agrarmärkten und zur "Unterabsicherung" auf Carry-Märkten. In beiden Fällen kann das Lagergeschäft nicht (hinreichend) entlohnt werden. Entsprechend wundert es nicht, dass die MVH-Regel keinen Eingang in die Praxis findet. Auf einem Carry-Markt wäre vielmehr der Basishandel einhergehend mit einer hohen Absicherung der physischen Ware auf dem Terminmarkt die geeignete Strategie. Bei inversen Märkten ist, im Gegensatz dazu, von jeglicher Absicherung auf Terminmärkten abzuraten. Hier zahlen sich eher spekulative Strategien mit Blick auf die Preistrends aus. Eine praktikable Faustregel ist: Kaufe bei schwacher und verkaufe bei starker Basis (Carry-Markt) oder spekuliere (inverser Markt).

Schriftenreihe

IAMO policy briefs ; Ausgabe Nr. 39 (Februar 2021) ppn:777121581

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